So, jetzt versuche ich auch mal was zu unserer letzten Tour zu schreiben
und wie ich in diesen Club gekommen bin.
Alles fing damit an, dass ich meinen Bruder Thomas mal zu einem Treffen fahren sollte, da er was trinken wollte. Da es mein Bruder war, sagte ich ja. Heute glaube ich, er bereut es, dass er mich
gefragt hat. An diesem Abend lernte ich sie alle kennen. Ich wollte nur ein Bier mit ihnen trinken. Sie haben viel über ihre nächste Tour und eine Tagestour, die sie machen wollten, geredet, bei der
jeder mitfahren konnte. Also sagte ich schon an diesem Abend zu, dass ich bei der Tagestour mitfahren würde. Axel brachte die ersten Kappen mit und ich bekam zu meinem Erstaunen auch gleich eine mit.
Dann wurde ein Foto von der Truppe gemacht und ich sollte mit aufs Bild, was ich auch gerne gemacht habe (dadurch hat das Bild erst das nette Aussehen bekommen:)). Von da an war ich "Mitglied auf
Probe".
Die Tour konnte ich leider noch nicht mitfahren, doch dann ein Jahr später war es soweit. Ich war aufgeregt und hatte bestimmt viel zu viel Sachen mit. Da die anderen für das Essen im Zug
sorgen wollten, übernahmen Thomas und ich die Getränke. Da ich aber nur zwei Koffer mit 45 Liter Stauraum hatte, wusste ich nicht, wie man da 2x 5 Liter Bier mitbekommen sollte, die zu dem auch noch
kalt bleiben. Also fror ich eine Woche vorher Wasser ein, und als es dann so weit war: Hinein mit dem Bier in den Kofferraum. Das Fahren war nicht so angenehm, denn es zog zu einer Seite und das Eis
fing langsam an zu schmelzen. Alle fragten mich, was denn mit meinem Koffer sei, weil es daraus tropfte. Ich sagte nur: "Lasst euch Überraschen."
Am Bahnhof angekommen, machte ich denn Koffer auf, während die Augen der anderen immer größer wurden. Das erste Fass wurde geöffnet. Jetzt sah ich Tommy so, wie ich ihn die ganzen Tage nur noch sehen
sollte, wenn er nicht grade auf dem Bike saß; nämlich mit Hand am Ohr.
Das Fass war leer und die Bike`s wurden verladen. Wir machten uns auf den Weg zum Bahnsteig und da es noch dauerte, bis unser Zug zur Abfahrt bereit stand, machten wir auch das zweite Fass auf. Als
der Zug kam, stiegen wir ein und in München auch direkt wieder aus (bei Regen). Bike`s runter und ab ging es zum Frühstücken nach Bad Wiessee. Gut gestärkt ging es bei Regen weiter in Richtung
Südtirol.
Wir kamen an unserer Pension an, doch was die Cheffin von uns dachte, kann man nicht beschreiben, da man dies in ihren Augen gesehen haben müsste; Axel hatte nämlich direkt nach Bier gefragt. Aber um
es vorweg zu sagen, sie war sehr erstaunt über uns und hat zum Ende gesagt, dass wir nette Gäste waren. Die Tage, die ich da unten erlebt habe, waren wirklich super, genau wie das Wetter und die
astreine Stimmung. Die touren die Dirk K. ausgesucht hatte, waren spitze (ein sehr dickes Lob nochmal von mir). Nur schade, dass es zu schnell zu Ende war.
Jetzt, wo ich hier das alles schreibe, freue ich mich schon tierisch auf die nächste Tour.
Für alle, die das hier lesen und Fragen über Touren nach Südtirol haben, denen kann ich nur sagen, setzt euch mit unserm Dirk K. in Verbindung. Er hat die Touren wirklich super gemacht.
So Dirk, ich hoffe du kannst etwas davon gebrauchen...
Dirk Braken
Unsere 2004`er Tour sollte endlich mal in die Sonne gehen. Deshalb wurde die Tourplanung auch schon recht früh in Angriff genommen. In den Süden sollte es gehen, und da wir ja schon einmal am Gardasee waren und das Wetter seinerzeit auch einigermaßen mitspielte, dachten wir uns, Südtirol sei ein gutes Pflaster. Also wurden Fritz, Uwe und ich damit beauftragt, eine Pension in dieser Gegend zu suchen. Meran war dann kurze Zeit später das Ziel unserer Wünsche. Aber Pustekuchen: In Meran war schon im Mai nichts mehr zu bekommen. Unsere Wahl viel dann auf Dorf Tirol. Eine gute Wahl.
Reisezug gebucht, Pension gebucht und schon war alles klar. Bei dunklen Wolken fuhren wir dann also im Mai zum Treffpunkt in Axels Garage. Es klarte aber auf und die Fahrt nach Düsseldorf war trocken. Nur aus Benjamins Koffer tropfte es merkwürdig. Auf diese Leckage aufmerksam gemacht, schüttelte Dirk nur den Kopf und meinte, daß dieses normal sei. Aber was ist schon normal? An der Verladestation angekommen, öffnete Dirk seinen Koffer, der mit zwei 5 Liter Fässern Bier und jede Menge Eiswürfeln bestückt war, die nun anfingen, zu schmelzen. Das war dann also normal! Nun ja, wir haben Dirk dann erst einmal beim Leeren der Fässer geholfen, was zu einer super Stimmung am Bahnhof führte. Nachdem der Nachtzug seinen Weg in Richtung München gefunden hatte, öffneten sich am Morgen nicht nur die Zugtüren, sondern auch die Wolken, um uns mal wieder in den Regenkombi zu zwingen. Bis auf den Brenner sollte es auch so bleiben, aber dann!!!
Die Sonne!!! Sie blickte durch die Wolken und hat uns bis zum Ende der Tour nicht mehr verlassen. Auf dem Jaufenpaß, durch Schneefelder fahrend, waren wir schon vom ersten Tag der Tour begeistert. Unsere Pension entpuppte sich als Volltreffer. Gute Wahl! Ein Restaurant suchend entschied man sich für eine Lokalität in der Nähe, was auch gut so war, denn Axel und Pördi hätten den Heimweg alleine wohl nicht mehr gefunden. Aber gute Kumpel tragen notfalls ihre Freunde auch nach Hause. Am zweiten Tag sollte die Route nicht so gewaltig werden, denn am Nachmittag war Formel 1, und dieses Ereignis wollte sich keiner entgehen lassen. Trotzdem, wenn auch nur etwa vier Stunden unterwegs, war die Tagestour super. Von Dorf Tirol über die Berge nach Bozen, den Mendelpaß entlang über noch mehr Berge wieder ins Dorf, waren wir pünktlich vor der Glotze. Weil am zweiten Tag nur vier Stunden gefahren wurde, konnte der dritte Tag dann auch länger werden. Garda war das Ziel. Hier Bike zu fahren, ist einfach gigantisch. Etwa vierzig km vor Riva, meinte unser Volker, eine Abkürzung gefunden zu haben, die über die Bundesstrasse. Schon drei Minuten später entschieden sich aber alle Biker doch lieber für die Strecke durch die Berge und nach weiteren zwei Minuten erschien dann auch schon ein Schild, auf dem es bis nach Riva nur noch 25 km waren. Puh, Glück gehabt. Wer schon einmal das Glück gehabt hat, von oben auf den Gardasee zu schauen, der weiss den Augenblick zu schätzen, den wir hatten, als uns dieser Anblick gegönnt wurde. Also nix wie runter zum See. Umringt von hunderten von Bike`s fuhren wir bis Garda, um dann mit der Fähre auf der anderen Seite wieder die Rückreise anzutreten. Begeisterung und glasige Augen am Abend waren das Ergebnis diesen Tages. Ich musste mich Knutschattacken unseres Schriftführers erwehren. Von unseren Abenden möchte ich an dieser Stelle nicht berichten, denn alle Routen wurden ausführlich noch einmal besprochen und in alle Details zerlegt. Einen Bericht hier für zu schreiben würde den Rahmen sprengen. Tag Nummer vier: Zollfrei einkaufen und billig tanken. Der Traum aller Biker. Samnauen. Also, ab in die Schweiz. Über den Rechenpaß, vorbei an Kirchen, die im Wasser stehen, nach Nauders und rauf ins Einkaufsparadies. Habe ich schon erwähnt, daß wir bis hier nur Sonnenschein hatten? Ein Wetter zum Eierlegen! Wie fahren wir also zurück? Ah-Ha! Über den Ofenpaß. So gut wie keine Autos und eine Superstrecke! Also, den Ofenpaß kann man nur empfehlen. Erst geht es rauf und runter, dann viele Kilometer in luftiger Höhe Richtung Italien. Von den Pässen beeindruckt, wollten wir es nun wissen. Die Sella-Runde: Wer es schon einmal gemacht hat, der ist anschließend in der Lage, jede Kurve meisterhaft zu bewältigen. Ich vermute, dass man an einem Tag nicht viel mehr Kurven fahren kann. Jede Tour hat mal ein Ende. Und auch unsere Woche neigte sich dem Ende. Zurück nach München, wo unser Zug wartete, wollten wir eine andere Route nehmen und zwar noch einmal über den Jaufen und Brennerpaß, aber dann Richtung Mittenwald und über ein paar Mautstrassen, die wir noch von anderen Unternehmungen kannten. Pünktlich hinter dem Brenner fing es dann auch wieder an zu regnen. Am Zug angekommen und sich vorne angestellt, waren die Bike`s dann auch schnell verladen. Da in der Nacht Axel noch Geburtstag hatte, wurde auch die Rückfahrt noch feucht und lustig. Fazit: In dieser Gegend schafft man es nicht, in einer Woche die schönsten Touren zu fahren. Deshalb glaube ich nicht, dass wir zum letzten mal die Gegend um Meran unsicher gemacht haben. DK