Lago Maggiore
Die Tour nach den Touren. Zum ersten Mal fuhren wir wieder in einer Besetzung, die eigentlich der Ursprung war. Schon bei der Abfahrt, und die sollte dann auch nicht mit dem Zug, sondern auf Achse sein, lachte uns die Sonne an. Naja nicht so ganz, denn es war ja um 6 Uhr in der früh, aber als es dann hell wurde.
Volker holte mich ab um so schnell wie möglich in den Westerwald zu Perdi zu fahren. Dort angekommen, bereitete uns Karin ein Frühstück der Extraklasse. Wer um Himmelswillen sollte das alles essen? Das fängt ja gut an, habe ich mir noch gedacht, die ersten Kilos sind schon drauf.
Als ich aus dem Fenster schaute, traute ich meinen Augen nicht. Sonne, Sonne ohne Ende. Jörg hatte die Hinfahrt geplant. Junge-Junge geile Strecken gibt es in Deutschland, das soll man gar nicht glauben. Durch den Westerwald in den Odenwald, Karlsruhe links liegen lassen und ab in den Schwarzwald.
Unterwegs noch schnell in eine Bäckerei, um mal Pause zu machen und dabei den Lottoschein ausfüllen. Falls wir gewinnen, fahren wir nur noch Motorrad. Es gibt Leute, die nicht wissen, wie schön eigentlich der Schwarzwald ist. Hier gibt es Motorradstrecken, die sind einfach gigantisch.
Schon im Vorfeld hatten wir unsere Unterkunft gebucht. Nämlich in unserer Pension Bernreutehof bei Familie Heini.
Super Zimmer und vor allen Dingen ein Frühstück……. .
2. Tag. Die Sonne scheint schon wieder. Wir fahren los. Tanken ist angesagt. Aber was ist das? Volkers BMW sagt kein Wort mehr, und es ist Sonntag. Ob wir hier wohl weg kommen. Mal den ADAC anrufen. Ja wo ist er denn? Er schaut aus dem Fenster und wohnt doch der tatsächlich über der Tankstelle. Und zu aller Überraschung hat er auch noch eine Batterie, die in Volkers Motorrad wohl den Geist aufgegeben hatte.
Also weiter. Durch die Schweiz vorbei am Vierwaldstäter See in die Berge. Bis hier her war es schon so warm, dass ich mir überlegte, die Klamotten vom Körper zu reißen. Aber dann… Der große Sankt Bernadiner ist zu sehen. Vorher aber noch durch Andermatt. Da war doch mal was.
Die Sonne knallt und mir frieren die Finger ab. Bo, äh, ist das hier oben kalt. Auf der anderen Seite (unten) bo äh, ist das hier heiß. Die Brocken fliegen ab in das Case. Wir hatten ja noch keine Bude, und die wollten wir nun suchen. Schnell gefunden; zugegeben etwas teuer, aber was sollst. Das Ambiente ist einfach genial.
Frühstück in der Morgensonne und dann los.
3. Tag. Wir fahren in ein Tal in der Schweiz. Hier sind nicht nur die Häuser aus Stein, sondern auch die Dächer. Und ein Gebirgsbach der einfach nur schön ist. Hier wollen wir dann schwimmen gehen. Und schon ist es passiert. Perdi haut sich den dicken Zeh in den Kies. Das Ding wird dick wie eine Melone. Zuerst gilt die Sorge Perdi, aber der winkt ab. Geht schon… die Tour ist also hier noch nicht zu Ende.
4. Tag. James Bond… hier ist der runter gesprungen? Wir sind an einer der höchsten Staumauern in Europa. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr raus. Die Gegend ist hier wunderschön.
5.+6. Tag Verschiedene Täler werden durchfahren und die Zeit fliegt. Wir können verstehen, warum so manche Nationalmannschaft hier am Lago ihre Zelte aufschlägt.
7. Tag. Wir müssen leider zurück. Mal wieder die Schweiz, mal wieder Interlaken, mal wieder Hooters. Wir rufen Tommy an und der sabbert am Telefon, daß er gern bei uns wäre.
Zurück im Schwarzwald wird Fam. Heini zum zweiten mal angefahren. Und erst hier wird uns richtig klar, dass diese Tour nun bald zu Ende geht .
Der Rest ist nur noch ein Stück Schwarzwald. Ich denke heute noch sehr gern an diese Tour zurück. War sie doch die erste Tour die nicht, wie die letzten, eine richtige Motorradtour unter Freunden war.
Jungs, ich danke Euch für diese wunderbare Woche.
DK