Erst Garda dann Interlaken

Tour Gardasee – Schweiz 

2002 war eine Motorradtour zum Gardasee über die Schweiz und zurück geplant worden. Wie immer machte es enorme Probleme, einen geeigneten Termin zu finden. Nach den Absagen von Axel, Thomas, Uwe und Fritz schafften es immerhin Dirk, Perdi, Tommy und Volker eine Tour auf die Beine zu stellen. Schon die Hinfahrt sollte eine enorme Anforderung werden. Volker machte die Planung für die Hinfahrt. Also, rauf auf die Autobahn. "Garda wir kommen"! Irgendwie waren wir alle vier völlig platt. Aber nun gut, wir waren am Ziel. Wo findet man am Gardasee einen Zeltplatz? Der erste war nicht gut genug, der zweite zu weit vom Wasser weg... . So einfach ist das alles nicht. Irgendwann in Garda gab es dann doch einen Zeltplatz, der unseren Ansprüchen gerecht wurde.

Der Abend konnte kommen..... vier Bier, vier Eis und die ersten 50zig Euro waren auf den Kopf gehauen. Ach ja, wir waren ja zum Motorradfahren zum Gardasee gefahren und das, was wir am ersten Tag gemacht hatten, konnte man ja nicht wirklich mit Biken vergleichen. Also sollte unser erster Tag mit einer tollen Tagestour beginnen. Soviel vorweg, es war auch eine schöne Strecke. An kleinen Bergdörfern vorbei, mit vielen Kurven erreichten wir mittags eine Sackgasse an deren Ende sich eine Pizzeria befand. Eine Tanke und ein bis zwei Wohnhäuser vervollständigten ein Dorf, an einem See in den Dolomiten.

Die Rückfahrt nach Garda war wunderschön. Tolle Straßen, super Gegend und ab und zu einen Biker, den man aus dem Graben ziehen musste. In Garda angekommen, wurde sofort die Planung für den nächsten Tag in Angriff genommen. Bei Grappa, Bier und gutem Essen wurde beschlossen, am nächsten Tag eine Seeumkreisung anzugehen. Wie sich herausstellte, war dies keine gute Idee. Unserer Meinung nach sollte man, sofern man den See umkreisen möchte, die Tunnelseite nicht mit dem Bike befahren. Es macht nicht nur keinen Spaß, sondern dauert auch noch endlos lange, weil der Verkehr am See einfach mörderisch ist. EINEN Tag noch im Regen durch Riva und ein paar kleinere Unternehmungen, dann sollte die Tour in die Schweiz beginnen. Ein Katzensprung!!!!.... was wir allerdings nicht beachteten, war die Tatsache, dass die zu fahrenden 300 km nach Interlaken nicht nur geradeaus, sondern auch die Berge rauf und runter gehen sollte. Um es kurz zu machen: Wir haben die Strecke natürlich nicht geschafft. Mal wieder völlig fertig, reichte die Kraft und das Tageslicht bis Andermatt. Am Sustenpass, der noch gefahren werden sollte, der aber wegen Schneeverwehungen noch geschlossen war, mussten wir ein Hotel nehmen. Ein Hotel deshalb, weil die Heringe, die eigentlich für unsere Zelte in den Boden gehören, nur mit einer Bohrmaschine und Dübeln dort zu befestigen gewesen wären. Der Wirt sagte uns später, dass eine Woche früher wir noch hätten Schlitten fahren können. Wir hatten übrigens bis zu diesem Tage, außer einem Vormittag am Gardasee, ein fantastisches Wetter. Dieses sollte hier ausdrücklich erwähnt werden, weil doch der Chiemsee so verregnet war.

 Am anderen Morgen machten wir uns dann also wieder auf , mit einem kleinen Umweg über den Vierwaldstättersee in Richtung Interlaken. 30 Grad und ein Wind zum Wegfliegen. Aber die Strecken in der Schweiz einfach toll. Zuerst mal eine Bleibe suchen, Zelt aufbauen, umziehen und dann in die Stadt. So soll es sein. Aber da war noch das Problem mit dem Aufbauen des Zeltes. Das Zelt, diesmal ein Produkt aus dem Fachhandel, war ein Zelt zum Schnellaufbau. Ha-Ha . Nur mit vier Mann und im Windschatten des Aldizeltes gelang es uns, das Monster zu bezwingen. Irgendwann hatten wir es geschafft und konnten unseren Abend genießen. Das Wetter spielte mit, und wir freuten uns auf den nächsten Tag, der uns Richtung Grindelwald und an den Eiger bringen sollte. Dumm gelaufen....... in der Nacht hatte es angefangen zu regnen. Und wenn es im Berner Oberland einmal regnet, dann schüttet es wie aus Kübeln. Egal durch, dachten wir, es wird schon aufhören. Hat es aber nicht. Hinauf nach Grindelwald........nur Regen. Vom Eiger keine Spur, Dabei mussten wir doch eigentlich genau davor stehen? Also, wieder runter zum See, da wird das Wetter wohl besser sein. Nix da ! Das Wetter hatte außer Regen nichts zu bieten. Also zurück zum Zelt. Mit flauem Gefühl in der Magengegend, wie wohl unsere Unterkünfte aussahen, sind wir dann zu unserem Zeltplatz zurück. Aber Glück gehabt, es war alles in Ordnung. Umziehen.... und rein in die nächste Kneipe. Alles klamm und nass wurde die Rückreise in Angriff genommen. Zum Trost zeigte sich das Wetter von einer besseren Seite und man konnte an diesem Tage sogar den Eiger erahnen. Bei Sonnenschein und guter Laune fuhren wir Richtung Basel über Berge und Täler. Die Frisur hielt, aber das Wetter nicht. In Deutschland angekommen hatte Petrus kein Erbarmen mit uns und es schüttete mal wieder aus Eimern. Also, rauf auf die Bahn und ab nach Hause

DK

Einmal im Jahr müssen

wir auf Tour

und das sind wir!