Die erste Sommertour
Südtirol
!!!!... Da war sie nun, die erste Sommertour der Chiembiker. Das Wetter schien gut zu werden und die Stimmung auch. Der 2.9.2005 war da. Lang ersehnt von allen. Nein Nein... nicht von allen. Denn sowohl Tommy und auch Michael mußten ja zuhause die Stellung halten. Aber uns zum Zug nach Düsseldorf zu begleiten, daß ließen Sie sich dann doch nicht nehmen. Geschafft!
Also tafen wir uns erst einmal im Clublokal, um die Tour mit einem zümpftigen Kaffeetrinken zu beginnen. Nachdem auch die allerletzen Kleinigkeiten geregelt waren und die Fahrt beginnen konnte, sind wir dann komplett zur Abfahrt nach Düsseldorf gefahren. Dort angekommen, gab es dann erst einmal das obligatorische Fass Bier. Nachdem auch diese Tradition vollzogen war, wurde die Stimmung bei zwei Leuten jetzt doch traurig. Denn nun hieß es, die anderen ziehen lassen.
Nach einer sehr kurzen Nacht, trotz 80 -minütiger Verspätung, war nun München Ost erreicht. Wir hatten ja doch etwas Furcht, der Weg nach Tirol sei nach den Regenfällen der letzten Tage noch etwas feucht. Doch die Hinfahrt zur Pension erwieß sich als ausgesprochen trocken - und das im übrigen im warsten Sinne des Wortes. Denn gerade mal über den Fernpass gehüpft, ruckelte das Bike von Uwe etwas merkwürdig über den Asphalt. Völlig unbeeindruckt und mit einer lässigen Handbewegung, legte Uwe dann allerdings den Benzinhahn in eine andere Richtung und ignorierte auch die nächste Tanke, als wäre unser Ziel schon in Sichtweite. Dies erwies sich aber dann doch als eine sehr optimistische Einschätzung des Tankvoloumens. Wieder ruckelnd blieb die Mühle dann doch stehen. Nachgefragt, was denn los sei, trauten wir unseren Ohren nich,t als Uwe meinte, in seinem Tank sei nur noch Luft. Na warte.... das kostet! Benzin an der Tanke mittels einer Plastikflasche geholt und schon konnte es weiter gehen. Noch schnell Nauders links liegen lassen und den Rechenpass endlang, war unser erstes Etappenziel erreicht.
"8 Bier her, der Mann mit dem blauen Motorrad zahlt!!!" So geschehen, wurden erst einmal die Zimmer bezogen. Im Übrigen sehr schöne und auch große Zimmer. Da hatte unser Perdi, der ja dieses mal für die Planung verantwortlich war, ganze Arbeit geleistet. Wie auch bei der Planung unserer weiteren Touren. Aber so viel nur vorweg. Der Ort, in dem wir uns befanden, war dann aber doch nicht so prickenld. Ausschau haltent nach Gaststätten, in denen man sowohl gut Essen, wie auch einen Absacker trinken konnte, waren leider sehr dünn angesiedelt. Mit Bärenhunger wurden wir dennoch fündig und sowohl der Hunger, wie auch Durst konnten gestillt werden. Am nächsten Morgen lernten wir dann den Hausdrachen kennen. Unsere Wirtin verpasste einigen Herren, die am Abend etwas später den Heimweg angetreten waren, erst einmal einen Einlauf. Etwas laut sei es gewesen.... völliger Blödsinn. Als wenn von uns mit 2 Promill im Blut, noch hätte irgend einer etwas sagen können. Nun gut... dafür war das Frühstück immer erste Sahne.
Wo soll es denn hingehen, Perdi? Stilfser Joch. Also los. Die Sonne brennt, die Kurven können kommen und schon haben wir uns auf über 2700 Meter in die Höhe geschraubt. Hier muß dann erst einmal ein Kaffee her. Faszination pur. Wer mal soetwas erlebt hat , der weiß wovon ich schreibe. Die Abfahrt über die Schweiz ins Engadin einfach sagenhaft. Richtung Samnauen durch Wälder und Berge hinauf in die Freihandelszone zum Einkaufen. Kerl was willst Du mehr. Alle Mitbringsel verstaut, ging es dann über die alte Paßstrasse zum Rechenpass nach Hause.
Im Dorf hatte sich die Ankunft von ein paar Motorradfahrern irgendwie rumgesprochen. Nach dem Essen, in einer von uns für den Absacker vorgesehenden Kneipe, versammelten sich einige Neugierige. Und, wir hatten mit einigen freundliche Eingebohrenen Freundschaft geschlossen, befand der Dorfdepp, ich weiß bis jetzt nicht ob er das ernst gemeint hat, das unser Benjamin doch nur der Bruder von Hansi Hinterseher sein kann. Nun ja...ab sofort also nicht mehr Benjamin sondern Hansiiiiiii.
2. Tag : Und Heute, Perdi? Timmels Joch. Zuerst einmal in Richtung Meran. Die Gegend kannten wir ja schon. Den Pass zum Joch allerdings nicht. Immer höher wurde die 2000 Meter Grenze im nu geknackt. Oben angekommen, fehlen einem die Worte. Bei einer Mautgebühr von 8 Euro, die dann die Öschis haben wollen, um auf der anderen Seite wieder runter zu fahren dann auch. Richtung Sölden ging es dann weiter. Ein Stadtbummel und eine Gondelfahrt auf über 3000 Meter war dann für 7 Chiembiker eine tolle Sache. Ein Mitglied der Truppe, scheint mit seiner Höhenangst dagegen nicht so begeistert. Daran muß gearbeitet werden. Wieder auf dem Motorrad ging es nun zur Piller Höhe, einem Pass den zwar kaum einer kennt, der aber zum Motorradfahren wie gemacht ist.
Neuer Tag, neue Tour. Comer See.... Zugegeben, vom Rechen Pass zum Comer See ist nicht gerade mal zu fahren, als wenn es zum Bäcker geht. Aber wir, das heißt, Volker und ich wollten unbedingt mal zum Comer See. Die Hinfahrt über Schicki Micki St. Moritz,- mann, war es hier kalt-, ich wußte gar nicht, daß dieser Ort so hoch liegt, legten wir bei nicht ganz so tollem Wetter zurück. Übrigens das einzige mal, dass die Sonne sich versteckte. Dort angekommen und am See eine Pause gemacht, hatten wir auch schon genug gesehen. War nicht so toll. Die Rückfahrt hatte es dann schon eher in sich. Den Splügen Pass, einer von den Alpenpässen, der nicht so bekannt ist, muß man mal gefahren sein. Nicht einfach! So sollte auch Volker mit Fritz als Sozius dieses feststellen. In einem Tornati mußte sich Volker dann schon besonders viel einfallen lassen, um das neue Bike, mitsammt aller auf ihm sitzenden Personen, nicht auf die Seite zu legen. Ist ihm auch gelungen, alle Achtung. Oben angekommen, glaubt man kaum, daß an einem solch unwirklichen Ort das ganze Jahr Leute leben. Ist schon jemand über Davos in Richtung Rechen Pass gefahren? Wenn nicht, dann aber ab! Natur pur.
Ihr seht schon, die Berichte werden immer länger. Aber unsere Touren werden auch immer besser.
Am Abend mußte das Erlebte erst einmal verdaut werden. 400 km waren ja auch kein Pappenstiel. Einen Tag später stellte Volker den Totalausfall aller seiner Systeme fest. Migräne. Die nächste Tour sollte dann also ohne ihn gefahren werden. Zum Stilfser Joch gab es einen Stau und wir machten einen Abstecher nach Sulden. Super kleiner Ort zum Skilaufen, da aber eine Sackgasse, nicht unbedingt zum Motorradfahren. Zwei Stunden später war auch der Stau zum Joch aufgelöst und das Kurvenfahren konnte weitergehen. Diesmal wurde die Abfahrt auf der italienischen Seite genommen. Ich glaube, die Bilder in der Galerie erübrigen alle weiteren Ausführungen. Über Livinio machten wir uns dann auf, nach unserem Kranken zu sehen.
Für unsere Rückfahrt hatten wir diesmal einen Tagzug gewählt. Die Motorräder auf dem Hänger abgestellt, das restliche Gepäck in einem Schliessfach untergebracht, haben wir dann in München Ost unser Brauhaus aufgesucht. 22.15 Uhr - mal wieder mit Verspätung - war die Tiroltour 2005 in Düsseldorf Vergangenheit. Schade, es war wieder viel zu kurz. Wetter toll, Stimmung toll, und zuhause warten zwei Chiembiker, die es gar nicht erwarten können alles von unser Tour zu erfahren....... Jung`s ihr habt was verpaßt!!!!!Also bis zur nächsten Tour 2006 DK
PS: Vielen Dank Perdi für Deine tolle Vorbereitung. Hat Spass gemacht!
Also Dirk... Du bist dran mit der Planung.